Honfibú – Erinnerungsspuren  |  2009–2010

ZEICHNUNGEN  Petra Rappo  FOTOGRAFIE | OBJEKTE | KLANG  Christian Lichtenberg 

WORT  Franz Dodel  KLANG | IMPROVISATION  Christian Kobi

AUSSTELLUNG  H95 Raum für Kultur, Basel_April 2010  

 

Die beteiligten Kunstschaffenden verbindet, dass sie jeweils während eines längeren Aufenthalts in Budapest gearbeitet und je eigene Projekte verfolgt haben. Sowohl während des Aufenthaltes wie auch anschliessend befassten sie sich immer wieder mit dem Thema des Erinnerns. Auf diesen Kontext verweist das ungarische und kaum übersetzbare Wort Honfibú, das so etwas wie «heimatlicher Kummer» (im Sinne eines traurigen Sehnens nach Vertrautem) zum Ausdruck bringt. 

 

Petra Rappo zeigt oft fast schwerelose und zugleich präzise Zeichnungen, die Fragmente eines Erinnerns wachrufen. Dieses – und auch fremdes – Erinnern wird gegenwärtig in den alten und zum Teil zerschundenen Papieren, die selbst schon vielfach verfärbt, zu Trägern der Zeichnungen werden. Einfachste Gegenstände, aber auch Figuren, die mit ihrer Präsenz zugleich ihre Vergäng-lichkeit, ihre schon fast verjährte Abwesenheit in Erinnerung rufen.

 

PRESSE  Impressionen aus Ungarn – Françoise Theis, ProgrammZeitung Basel_Juni 2010